Qualität

Bauliche Standards

Die Zimmer der jungen Menschen sind mindestens 10 qm groß.

Krankheits- und Urlaubsvertretung

In jeder Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe muss eine pädagogische Fachkraft benannt werden und im Krankheitsfall und/oder zur Urlaubsvertretung zur Verfügung stehen.

Fachkraft ab dem dritten Kind

Ab dem dritten Kind muss in allen Familienwohngruppen eine pädagogische Fachkraft zur Unterstützung und Entlastung der Leitung eingestellt werden. Der Stundenumfang orientiert sich an den spezifischen Bedingungen der Familienwohngruppe.

Supervision

Grundsätzlich nehmen sowohl Erziehungsstellen oder Familienwohngruppenleitungen als auch der/die (Ehe-)Partner/in an den Supervisionen teil. Diese finden wie die Intervisionen einmal monatlich statt.

Fachberatung

Beratungsgespräche mit der/dem Fachberater/in finden in der Regel alle zwei Wochen statt, Ausnahmen gibt es in den Urlaubszeiten.

Fortbildung

Die Qualität der Fortbildungen wird durch den Vertrag mit den Erziehungsstellen oder den Familienwohngruppen geregelt. Die Inhalte sollen zielgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse und Probleme der jungen Menschen ausgerichtet sein, um vorhandene Ressourcen zu nutzen und weiter zu entwickeln.

Kontakte zu Jugendämtern

Zusammenarbeit und Absprachen mit Mitarbeiterinnen in den Jugendämtern finden über die Erziehungsstellenleitungen und den Fachberaterinnen statt.

Anbahnung

Anfragen zur Unterbringung werden in Zusammenarbeit mit der Fachberatung und der Geschäftsführung geregelt. Direkte Aufnahmeanfragen von Jugendämtern bei Erziehungsstellen oder Familienwohngruppen werden weitergeleitet und mit der Geschäftsführung besprochen.

Anfertigung von Berichten

Es werden Berichte beziehungsweise Zielüberprüfungen zu den Hilfeplanungen, wenn nicht anders vereinbart, halbjährlich ohne Aufforderung erstellt und spätestens zwei Wochen vor Abgabetermin mit der Fachberatung besprochen und bearbeitet. Die Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe, die Fachberatung, sowie die Geschäftsführung unterzeichnen den Bericht bevor er dem entsprechenden Jugendamt zugeht.

Elternarbeit

Die Arbeit mit den leiblichen Eltern der jungen Menschen ist wesentlicher Bestandteil und durch Wertschätzung gekennzeichnet. Unter bestimmten Bedingungen und in Absprache wird die Elternarbeit auch durch die Fachberatung geleistet.

Bedeutung von familienanaloger Erziehung nach §34 KJHG

Familienanaloge Erziehung bedeutet, dass den jungen Menschen familiäre Bedingungen und Strukturmerkmale geboten und diese gelebt werden. Dies bedeutet vor allem Fürsorge, Versorgung und Geborgenheit. Erwartet wird von den Erziehungsstellen oder Familienwohngruppen, dass eine der Zeitdauer der Unterbringung angemessene Integration in das Familiensystem geleistet wird. Dazu gehört unter anderem, einen Teil der Freizeit sowie den Urlaub miteinander zu verbringen und andere familienbezogene Aktivitäten anzubieten. Um einer zusätzlichen Stigmatisierung vorzubeugen wird Wert auf eine dem Alter entsprechende äußere Erscheinung gelegt. Es wird die Fähigkeit erwartet, persönliche Betroffenheit zu reflektierten. Da die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen im Vordergrund steht, wird vorausgesetzt, dass die Fachkraft ihnen eine angemessene interne und/oder externe Unterstützung gewährt oder initiiert.

Selbstanzeige bei Gewalt

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ §1631 Absatz 2 BGB Unter Gewalt werden nicht nur physische sondern auch verbale und psychische Gewalt verstanden.

Erziehungsstellen oder Familienwohngruppen sind verpflichtet, der Fachberatung Vorgänge mit physischer, verbaler oder psychischer Gewalt zu melden. Im Beratungsgespräch wird das weitere Vorgehen besprochen. Geschäftsführung und Fachberatung entscheiden gemeinsam mit der Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe, ob eine Selbstanzeige beim Landesamt erfolgt. Kängo beschäftigt eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ nach §8a SGB VIII.

Krisenintervention

In Fällen akuter Kindswohlgefährdung, wie z. B. Eigen- und Fremdgefährdung, wie Suizidalität, Missbrauchsvermutung/Missbrauch, affektive Gewaltausbrüche ist die Geschäftsführung sofort zu informieren. Es werden gemeinsam geeignete Schritte entwickelt.

Begeisterung

Kängo arbeitet mit Familien zusammen, die Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben. Wir arbeiten mit Familien und Mitarbeiterinnen, die unsere Begeisterung teilen, jungen Menschen mit schwierigen Startvoraussetzungen Chancen und Perspektiven zu bieten.